16. Jahrhundert

Papst Gregorius IX. - Decretalium copiosum argumentum [...], Lyon 1510

Decretalium copiosum argumentum
Divisiones glosaru[m] ex Joha[n]nis andree nouella diligenter depro[m]pte, hic dilige[n]ter annota[n]tur … Tabula Ludouici bolognini de bononia notabiles questiones [cu]m rubricas decretaliu[m] decidit …

Lugduni, Marechal, April 1510.

Kollation : [2] Blätter, CCCXXX, [14], XVII, [1] Bl.
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung gepfrüft.
Bibliographische Referenz : Ex. Bayer. Staatsbibliothek, Signatur : 2 J.can.f. 51-2

Folio (41 × 29 cm). – Blindgeprägtes Schweinsleder über Pappe. Schließbänder fehlen. Vorderer Buchdeckel unten mit Wurmspuren. Vorsatz u. die folgenden 2 Blätter mit starker, vertikaler Knickspur. Großzügiger, schöner Druck in Rot u. Schwarz auf festem, hellen Papier.

1250 EUR





Johann Jakob [Salzburg, Erzbischof] / Feliciano Ninguarda : Constitutiones et decreta ... Provinciali Synodo Salisburgensi

Felician Ninguarda : Constitutiones, Et Decreta concinnata atque in Provinciali Synodo Salisburgensi Edita Anno Domini MDLXVIIII, Sub Reuerendissimo & Illustrissimo Principe & Domino, D. Ioanne Iacobo Archiepiscopo Salisburgensi, Sedisq[ue], Apostolicae Legato

Dillingen, Sebaldus Mayer, 1574

Kollation : [44] Seiten, 409 (1) S., [6] Bl. (Index)
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit u. Erhaltung geprüft.
Bibliographische Referenz : VD 16

Pergamentband der Zeit, Schließbänder fehlen. Einband rundum stark fleckig. Rücken mit Resten alter Kalkung. Großzügiger Druck. Festes, meist sehr helles Papier, teils etwas wasserrandig und altfleckig. Ab Seite 365 Wurmspur (meist im weißen Außensteg, teils aber in den Satzspiegel reichend, lediglich wenige Buchstabenverluste).

“Die Salzburger Provinzialsynode 1569 widmete sich den Aufgaben und Pflichten der Seelsorger und fasste mit der Pflicht zur Matrikenführung einen geschichtlich bedeutsamen Beschluss”. (Salzburwiki, 12.3.11)

Vita : “NINGUARDA, Felician, Bisch. von Scala, Sant’Agata dei Goti und Como, unermüdlicher Vorkämpfer der gegenreformatorischen Erneuerung in der Kirchenprovinz Salzburg und in seinen eigenen Bistümern, * 1524 in Morbegno (Veltlin), + 5.6. 1595 in Como (Oberitalien). – Der in Mailand eingekleidete Dominikaner und promovierte Theologe F.N. fungierte seit 1554 als Generalvikar der oberdeutschen Dominikanerprovinz und hielt vorübergehend theol. Vorlesungen in Wien. Ab 1559 in Salzburg, vertrat er den dortigen Erzbischof 1562/3 als Prokurator auf dem Konzil von Trient. Von seinem Ordensbruder Papst Pius V. 1566 nach Rom berufen, legte N. im Sept. dieses Jahres in einer ausführl. Denkschrift die kirchl. Mißstände unverblümt dar und schlug geeignete Mittel zu deren Behebung vor. 1568 kehrte er als Apost. Reformkommissar nach Salzburg zurück, um beharrlich an der Vorbereitung einer Provizialsynode zu arbeiten, die im März 1569 zusammentrat – ihre Beschlüsse, die der Rezeption des tridentinischen Reformwerkes und dessen Adaption an die ortskirchl. Verhältnisse galten, wurden zur Grundlage der kirchl. Erneuerung in den altbayer. Bistümern. 1573 tagte in Salzburg erneut eine von N. vorbereitete Synode, die ein umfassendes Reformprogramm verabschiedete (Errichtung von Priesterseminaren, Bekämpfung des verbreiteten Konkubinats, regelmäßige Visitation der Bistümer durch die zuständigen Bischöfe, Vereinheitlichung der Liturgie). 1574 unternahm N. eine mehrmonatige, erschreckende Mißstände offenbarende Visitationsreise durch Altbayern. Von 1578-83 war N. als Nachfolger von Bartolomeo Portia im Amt des Nuntius für Oberdtld. rastlos auf Synoden und als Klostervisitator, für die Reform des Weltklerus und die Errichtung von Seminaren in Süddtld., dem Elsaß und Östr. tätig. 1580-82 war N. zudem Bistumsadministrator für den minderj. Regensburger Fürstbisch. Philipp Wilhelm Hzg. von Bayern (1579-1597). Nach Abschluß des durch N. herbeigeführten Konkordats vom 5.9. 1583 zw. dem bayer. Hzg. Wilhelm V., dem EB von Salzburg und den Bischöfen von Passau, Regensburg, Freising und Chiemsee, das den lange schwelenden Kompetenzkonflikt zw. Landesherrn und Episkopat bereinigte und damit die Grundlage des bayer. Staatskirchenrechts für die folgenden Jhh. schuf, kehrte N., seit 1577 Bisch. von Scala bei Neapel und soeben auch zum Oberhirten von Sant’ Agata dei Goti erhoben, nach Italien zurück, wodurch die Reformnuntiatur erlosch. 1588 übernahm N. das Bistum Como und visitierte es nach den Normen des Tridentinums. – Obwohl N. die vollständige Umsetzung und Durchführung der Konzilsbeschlüsse in Dtld. versagt blieb, muß er dennoch als einer der ersten, eifrigsten und erfolgreichsten Streiter für diese Sache gelten.” (Bautz, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band VI (1993)Spalten 944-946 Autor : Manfred Eder)

375 EUR





Sammelband : Stanislaus Hosius - Hieronymus Ziegler - Aurelius Augustinus

1) Stanislaus Hosius : De Expresso Dei verbo
Ad Serenissimvm Dominum, Dominum Sigismundum Augustum, Dei Gratia Regem Poloniae … Libellus Valde Utilis, Ac His temporibus necessarius Stanislai Hosii Episcopi Warmien.
Dillingen, Sebaldus Mayer, 1558. – [131] Blätter (komplett)

2) Hieronymus Ziegler : Abel iustus
tragoedia nova argumento tamen ex Veteri Testamento, sumpto, nuncprimum scripta, aedita & acta
Ingolstadt, Weissenhorn, 1559. – [25] Blätter (komplett)

3) Aurelius Augustinus : De Ebrietate Vitanda D. Aurelii Augustini Hipponensis Episcopi Tomo decimo ex opere sermonum de tempore. Admonitio valde gravis, & Christiano homini necessaria, in illis maxime provinciis, ubi diabolica potandi consuetudo non sine certissima animarum perditione inolevit.
Dillingen, Sebaldus Mayer, 1556. – [15] Blätter (komplett)

Klein-Quart (20 × 15 cm)

Rundum blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über Pappe, Schließbänder fehlen, die Buchdeckel (wie üblich) leicht hochgebogen. Ein Blatt im “Abel” mit alter Blattreparatur, dadurch verschmwerzbar wenige Buchstabenverluste. Ansonsten lediglich einige Blätter etwas wasserrandig, im übrigen Papier in ungewöhnlich schöner/fester Erhaltung.





Georg Eder : Das guldene Flüß Christlicher Gemain vnd Gesellschafft

Georg Eder : Das guldene Flüß || Christlicher Gemain vnd || Gesellschafft/ das ist/ ain allgemaine rich=||tige Form der ersten … || Apostolischen Kirchen gleich als ein || Kurtze Historia,|| Von der hailigen Statt Gottes/ wie es || vmb dieselbe vor dieser Spaltung ain Gestalt gehabt/|| vnd wie sich das jetzig Religionwesen darmit vergleiche/|| Für den anderen Thail Euangelischer Jnqui=||sition/ mit angehæffter|| Erinnerung/|| Was ain Zeit hero züu … Hinlegung … || gegenwirtiges Religionstreits für … Mittel || … gebraucht worden … || Durch || H.Georgen Eder D.|| … ||

Ingolstadt, Daniel Sartorius, 1580.
(= 2. Auflage, erstmals bereits 1579 erschienen).

Kollation : [9] Blätter, 473 Seiten (Titelblatt in Rot- u. Schwarz gedruckt)
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit u. Erhaltung geprüft
Bibliographische Referenz : VD16 E 536

Pergament der Zeit, Schließbänder fehlen. Umschlag extrem knittrig u. angestaubt. Vorsatz u. Titelblatt angestaubt u. mit Randläsuren. Innen teils schwach wasserrandig, die ersten u. letzten Blätter eselsohrig. Das Papier aber erstaunlich fest und hell, durchwegs von guter Lesbarkeit.

Vita : “Georg Eder (* 2. Februar 1523 bei Freising; † 19. Mai 1587 in Wien) war ein in kaiserlichen Diensten stehender Jurist … Eder kam 1551 an die Universität Wien, deren Rektor er ab 1557 insgesamt elfmal war. Er bemühte sich die wissenschaftliche Leistungskraft der Universität zu heben und sie zu einem Zentrum der katholischen Reform zu machen. Als Ratgeber diente er nacheinander den Kaisern Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II.. Er wurde auch in den Reichshofrat, das höchste kaiserliche Gericht, berufen. – Intensiv setzte sich der Katholik Eder mit den mehrheitlich evangelischen Ständen und Bürgern der österreichischen Ländern auseinander. In seinen Schriften propagierte der Jurist die Rückkehr zum alten Glauben. 1573 erschien seine Polemik Evangelische Inquisition wahrer und falscher Religion. Wider Das gemain unchristliche Claggeschray, Daß schier niemands mehr wissen künde, wie oder was er glauben solle… Das Werk erregte als Frontalangriff gegen die theologischen Grundlagen des Luthertums Aufsehen in ganz Europa. Die Widmung des ersten Buches an die Erzherzöge Ferdinand und Karl von Österreich, die Stellung des Verfassers als Reichshofrat, die Schärfe im Ton verärgerten den auf Ausgleich zwischen den Konfessionen bedachten Kaiser Maximilian II. In scharfen Worten drückte dieser Eder seine Missbilligung aus, forderte die Ablieferung aller Exemplare an die Regierung und untersagte ihm für die Zukunft jede Schriftstellerei in Religionssachen. Erst nach dem Tod Maximilians konnte Eder deshalb wieder in die publizistischen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten eingreifen. Dies tat Eder dann auch 1579 mit der Schrift Das guldene Flüß Christlicher Gemain und Gesellschafft, das ist, ain allgemaine richtige Form der ersten, uralten, Prophetischen und Apostolischen Kirchen gleich als ain Kurtze Historia, Von der hailigen Statt Gottes.” (Wikip. 13.3.11). – Vgl. auch ADB.

245 EUR





Johannes Chrysostomus (344-407) : Tomus primus omnium operum ... et Index amplissimus

- Index Amplissimvs Insignivm Sententiarvm, Qvae A D. Ioanne Chrysostomo, In Svis Lvcvbrationis præclare dictæ sunt …

- Tomvs Primus Omnivm Opervm Divi Ioannis Chrysostomi …
In Qvibvs, Qvid Hac Postrema Editione & multarum partium acceßione sit primo, secundo, & quinto Tomis præstitum, ex præfatione Philippo Montani ad Lectorem, & Catalogo singulorum Tomorum illic proxime addito, columna ab hinc clxxxix. licebit cognoscere

Parisiis, Apud Gulielmum Merlin in ponte Numulariorum, Et Sebastianum Niuellium sub Ciconiis, via Iacobæa, 1570.

Kollation : Index : 75 [Blätter]. – Tom I : 6 [Blätter], CXCVIII Spalten, 1276 Spalten.
In sich lomplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.

Folio (40 × 28 cm). – Fester blind- u. goldgeprägter Schweinslederband über Holzdeckel, datiert “1580). Die beiden Schließen intakt (teils restauriert). Der Einband mit den üblichen Flecken u. Bestoßungen. Innen leicht altfleckig, einige unwesentliche Randschäden. Insgesamt wohlerhalten.

Index und Band I (von 4).

450 EUR





Vittoria Colonna (1490-1547) : Rime

Rime de la Diva Vettoria Colona di Pescara inclita Marchesana, Novamente aggiontoui XXIIII. Sonetti spirituali e le sue stanze, et uno triompho de la croce di Christo non piu stampato con la sua tavola.

Venezia (Venedig) : Giovanni Andrea Valvassori, 1546.

Duodez-Format (15,5 × 10 cm).
Hübsches, festes Halblederbändchen des 19. Jahrhunderts mit Rückengoldprägung.

Titel mit breiter Holzschnittbordüre, verso ganzseitiger Holzschnitt (Kreuzabnahme Christi), 52 fol. Blätter, 1 Bl. +1 Bl. (ganzseitige Holzschnitt-Druckermarke)

Außenumrandung der Titelbordüre am Vorderschnitt vom Buchbinder minimal angeschnitten. Ein Ausriß in der Titelbordüre sowie kleiner, geschlossener Riß anschließend. Einige wenige Blätter gering fleckig, allermeist helles, festes Papier.

Exlibris auf dem Spiegel :
Ludovici Maximiliani Biegeleben / L.B. a. Biegeleben / 1872”

185 EUR





[Feliciano Ninguarda] : Manuale Parochorum ... Prov. Salisburgensis

Manuale Parochorum et aliorum curam animarum habentium : complectens omnium sacramentorum rationem, naturam et administrationem pro provincia Salisburgensi

Ingolstadt, David Sartorius, 1582.

Quart : 22 × 17 cm

Kollation : [34] Blätter, 431 Seiten
Bibliographische Referenz : VD16-N1773
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.

Holzdeckelband mit blindgeprägtem Schweinsleder bezogen, datiert 1583. Beide Schließen intakt. Vord. Vorsatz nicht eingebunden. Außen wie innen in ungewöhnlich schöner Erhaltung. Papier fest und weiß, nur ganz vereinzelt kleine Fleckchen.

Literatur : Karl Schellhass, Der Dominikaner Felician Ninguardia und die Gegenreformation in Süddeutschland und Österreich 1560-1583. – Band I. Felician Ninguarda als apostolischer Kommissar 1560-1578.

Contemporary blind pressed pigskin over wooden boards. 2 brass clasps intact. A very fine copy in all parts.

450 EUR





Basilius Magnus : Opera

Opera Deß H. hocherleuchten Vatters Basilii Magni Ertzbischoffen zu Caesarea in Cappadocia / Magnus Basilius.
Auß Griechischen und Lateinischen Exemplaren, den Teutschen zu Nutz und Wolgefallen, inn ihr Sprach gantz zierlich vor etlich Jaren verwendet, Und an jetzo durch den wolgebornen Herrn H. Schweickhart, Grafen zu Helffenstein Freyherrn zu Gundelfingen und Gomenis F. Durchl. in Bayrn Rath und Pfleger zu Landsperg … inn Truck verfertiget.

Ingolstadt, David Sartorius, 1591.

Folio : 35 × 23 cm – 9 cm stark.
Kollation : 4 Blätter, 1200 [recte 1160] Seiten
[Paginierung springt v. S. 948 auf 989], 8 Blätter (Register).
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.
Bibliographische Referenz : VD 16, B 647.
Kupfertitel von Dominicus Custodis
Provenienz : Adamus Hueber, Parochus in Finsing, dann Kapuzinerkloster Erding (handschriftl. Eintrag “Loci Capuc. Erdingae”).

Blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckel mit 2 festen/intakten Messingschließen. Buchdeckel vor mehreren Jahren gereinigt, dennoch teils etwas fleckig. Titelblatt am Rand etwas gebräunt. Weiter innen Papier allermeist frisch und hell. Vereinzelt am Oberrand ganz unwesentlich kleine/kurze Randläsuren. Insgesamt in sehr ansprechender Erhaltung.

Contemporary pigskin over wooden boards, 2 brass clasps intact.
Covers partly soiled. Title page with browning, a very few small tears to upper margins. Some browning here and there. All in all a very good copy.

[Basilius der Große, Basilius Caesariensis, Kirchenvater, Mönchsregeln]

750 EUR