16. Jahrhundert
[Feliciano Ninguarda] : Manuale Parochorum ... Prov. Salisburgensis
Manuale Parochorum et aliorum curam animarum habentium : complectens omnium sacramentorum rationem, naturam et administrationem pro provincia Salisburgensi
Ingolstadt, David Sartorius, 1582.
Quart : 22 × 17 cm
Kollation : [34] Blätter, 431 Seiten
Bibliographische Referenz : VD16-N1773
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.
Holzdeckelband mit blindgeprägtem Schweinsleder bezogen, datiert 1583. Beide Schließen intakt. Vord. Vorsatz nicht eingebunden. Außen wie innen in ungewöhnlich schöner Erhaltung. Papier fest und weiß, nur ganz vereinzelt kleine Fleckchen.
Literatur : Karl Schellhass, Der Dominikaner Felician Ninguardia und die Gegenreformation in Süddeutschland und Österreich 1560-1583. – Band I. Felician Ninguarda als apostolischer Kommissar 1560-1578.
Contemporary blind pressed pigskin over wooden boards. 2 brass clasps intact. A very fine copy in all parts.
450 EUR
Petrus Steuart / Cleophas Distelmeyer - Elias Graf
2 Schriften in 1 Band :
A) Apologia Oder Rettungschrifft Für die Lobwirdig Societet Iesv Wider Polycarpi Leysers falscherdichte Histori, deß Jesuitischen Ordens, An die Fürsten vnd Ständt deß H. Römischen Reichs / anfänglich durch Petrum Stevartium in Latein beschriben, an jetzo aber durch Cleophas Distlmeyer in die teutsche Sprach gebracht.
B) Beigebunden : Georgius Zeaemann Kemptisch Wunderthier, Das ist: Erzöhlung etlicher sonderbarer Wunder, welche Georgius Zeaemann Kemptischer Praedicant und Spiegelmacher mit seinem ubelformiertem Wunderspiegel erwöckt, und sich zu einem Wunderthier gemacht hat / Verzaichnet Und Beschriben durch Eliam Graf der Societet Iesu Priester.
Ingolstatt [Ingolstadt] durch Wolffgang Eder bzw. Dilingen [Dillingen], Jacob Sermodi,
1594 und 1626.
Quart-Format : 20 × 16 cm.
Kollation :
A) 2 weiße Blätter, Titelblatt in Rot und Schwarz, 265 Seiten, 4 unnummerierte Seiten (Register). – B) Titel in Rot und Schwarz, 5 nichtfol. Blätter, 267 Seiten, 7 unn. Seiten (Register), 1 unn. Bl. (Errata).
Sehr ansprechender Pergamentband der Zeit unter Verwendung eines Antiphonarblattes. Rücken unten mit altem Bibliothekszettelchen beklebt. Schließbänder fehlen. Drei kleine, wenig auffällige Fehlstellen im Gelenkbereich. Rückenbeschriftung etw. bestoßen. – Bindung fest. – Titel gestempelt. Im Bereich des Oberschnitts durchgängig, aber meist nur ganz schwach wasserrandig. Kleiner Randausriß eines Blattes (Blattweiser). – Teils mit Wurmgängen, einige wenige Blätter am Rand etw. stärker betroffen (siehe Abb.). jedoch kein Buchstabenverlust. – Ganz überwiegend helles, festes Papier, kaum Stockflecken.
Bibliographische Nachweise :
A) VD 16 S 8950
B) VD17 12:111854Y
495 EUR
Johannes Nas : Concordia
CONCORDIA / Alter vnnd newer, guter, auch böser Glaubens strittiger lehren, verglichne beschreibung : mit fridgiriger bitt, vnd vermanung, … / F. Ioan. Nass, S.A.C
München, gedruckt bey Adam Berg, 1583.
Kollation : [10 Bl.], 257 Bl., [1 Bl.]. – Mit mehreren Textholzschnitten (davon der Holzschnitt “Jerusalem” dreimal identisch wiederholt).
Bibliographische Referenz : VD 16 N, 118.
Flexibler Pergamentband der Zeit, Bindung teils beschädigt, insgesamt aber immer noch ausreichend fest. Rücken mit späterem Bunpapier überklebt. – Schließbänder fehlen, Pergament fleckig u. wellig. Unwesentlicher Wurmgang, der sich in die vord. Blätter fortsetzt. Vorsatzpapiere knittrig u. mit Eckabrissen. Bindung der ersten Lage nur mehr zur Hälfte fest. 5 Blätter mit stärkeren Wurmgängen im weißen unteren Steg, desweiteren einige unwesentliche Wurmgänge am Vorderschnitt sowie andere kleinere Papierläsuren. Mäßige Papierbräunung.
“NAS (Nasi) Johannes, Franziskaner, Weihbischof in Brixen, * 19.3. 1534 in Eltmann b. Bamberg, + 16.3. 1590 in Innsbruck. – Zunächst Schneider, war er bald wandernder Geselle in Nürnberg, Regensburg, Augsburg, München. In seiner Jugend begeisterte er sich für Martin Luther. Nachdem er jedoch die »Nachfolge Christi« studiert hatte, konvertierte er, wurde katholisch (1552) und trat in das Franziskanerkloster in München ein. 1553 legte er seine Gelübde ab. Immer noch war er als Schneider im Kloster tätig. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1557 übersiedelte er 1559 in das Kloster in Ingoldstadt. Nun begann er ein Universitätsstudium, wirkte 1560 als Kontroversprediger, übernahm 1566 das Predigtamt in Straubing und wurde 1567 von Kardinal O.v. Truchseß als Prediger zur Provinzialsynode in Dillingen berufen. 1567 traf er als Prediger in Ulm und Bruck an der Ammer ein. Dann kam er als Prediger nach Würzburg, wurde 1569 Custos der Straßburger Ordensprovinz, weilte 1571 beim Generalkapitel in Rom. Dort war er als Prediger vom Papst und von den Kardinälen sehr geschätzt. Der Papst schenkte ihm den Titel: »Sedis apostolicae concinator«. Ferdinand II. berief ihn nach Innsbruck, wo er in Nachfolge des Petrus Canisius Hofprediger wurde. Als solcher geriet »der wortgewaltige und streitsüchtige Franziskaner« (J. Gelmi) schnell mit den Jesuiten in Streit. Trotz allem erwarb sich N. für die Errichtung der Tiroler Franziskanerprovinz große Verdienste. Bald darauf wurde er (1580) Weihbischof in Brixen. Auch da gab es Streit um ihn: 1583 brach ein offener Konflikt aus mit dem Brixner Generalvikar Adam von Arz. 1585 wurde dieser in Rom beigelegt. Nach kurzem Aufenthalt in Lambach in Oberösterreich kam N. 1586 wieder nach Brixen. Im selben Jahr erfuhr N. auch starke Anfeindungen von seinen eigenen Ordensbrüdern. Lapidar umreißt Gelmi die Persönlichkeit des N.: »N. war begabt, aber exzentrisch und an vielen Konflikten durch seine grobe Art selbst schuld. Er erwarb sich um die Erneuerung der Tiroler Kirche große Verdienste.« (S. 494)…” (Bautz, Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV. (1998) Sp. 1299-1301, Autor : Ekkart Sauser)
345 EUR
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