19. Jahrhundert
Alexander Erhard : Geschichte der Stadt Passau.
Passau, F. W. Keppler’s Verlag, 1862 und 1864.
Oktav-Format (22 × 16 cm). – 2 Teile in 1 Band.
Kollation : VIII, 336 Seiten, 1 Bl. (Inhaltsverz.) – VIII, 324 Seiten.
Mit 3 Federlithographien von J. B. Dietenberger.
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.
Sehr schlichter, aber fester Halbleinenband um 1900. Einge Blätter mit schwachen Wasserrändern, teils gering stockfleckig. Das Papier des 2. Teils in der Qualität erkennbar etwas weniger gut, daher dort auch durchgehende leichte Papierbräunung. 1 Blatt (Register zum 1. Teil) mit leichten Randschäden. – Insgesamt innen ein sehr ansprechendes Exemplar. Auch die 3 Tafeln in schöner Erhaltung.
165 EUR
K. S. Meister : Das kath. deutsche Kirchenlied - mit einem eigenhändigen Brief Meisters
Karl Severin Meister : Das katholische deutsche Kirchenlied in seinen Singweisen von den frühesten Zeiten bis gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts. Auf Grund älterer Handschriften und gedruckter Quellen.
Freiburg im Breisgau, Herder’sche Verlagsbuchhandlung, 1862.
Kollation : X (I), 512 S., mit mehrern Anhängen
Guter, fester Halblederband der Zeit (Groß-Oktav). Schnitt und sowie innen teils etwas stockfleckig, Papier aber immer fest. Insgesamt ansprechendes Exemplar.
Auf dem Spiegel, sauber an einer Ecke befestigt, ein eigenhändiger Brief Meisters an einen Regierungsrat, verf. zu Montabaur, 1862. Mit der Übergabe seines Erstlingwerkes bringt er hierin u.a. auch sein Gesuch um “Wohnungsvergütung” in Erinnerung.
“Meister, Karl Severin, * 23. Okt. 1818 in Königstein, † 30. Sept. 1881 in Montabaur, Musiklehrer am Lehrerseminar in Montabaur, Hymnologe. – Schon früh zeigte sich das musikalische Talent Meisters, das sein Lehrer Peter Joseph Wohlfahrt förderte. Ab Ostern 1835 besuchte K. S. Meister das Lehrerseminar in Idstein und trat danach 1837 die Stelle eines Lehrergehilfen an der Stadtschule in Montabaur an. 1842 wurde er als Lehrer nach Wiesbaden berufen … Daneben erteilte K. S. Meister Privatunterricht, u.a. als Schreiblehrer des Prinzen und der Prinzessin des Herzoglichen Hauses in Wiesbaden. Sein Eintreten für die Interessen seiner Lehrer – Kollegen im Jahre 1848 blieb nicht ohne Folgen: viele Sympathien, die er sich erworben hatte, schlugen ins Gegenteil um. 1849 erfolgte Meister´s Versetzung nach Eibingen. Hier lernte er Pfarrer Ludwig Schneider (1806-1864) kennen, der in den Gregorianischen Choralgesang einführte. Als 1851 die Trennung des bisherigen simultanen Lehrerseminars in Idstein erfolgte (das Evang. Seminar wurde in Usingen, das Kath. Seminar in Montabaur errichtet), wurde Meister als Musiklehrer nach Montabaur berufen. Dort konnte er am 13. Nov. 1876 sein 25jähriges Jubiläum als Lehrer am Lehrer – Seminar in Montabaur feiern. Die Stadt Montabaur ehrte ihn aus diesem Anlass mit dem Ehrenbürgerrecht, und die Behörden verliehen ihm in Anerkennung seiner schriftstellerischen Arbeiten den Titel “Königlicher Musikdirektor”. – K. S. Meister´s Forschungen über die Kirchenlieder waren bahnbrechend für das Gebiet der Hymnologie. Seine Arbeit “Das kath. dt. Kirchenlied in seinen Singweisen” wurde von Wilhelm Bäumker (1842-1905) ab 1881 im Auftrag des Herder-Verlages weiter geführt. 1875/76 erstellte K. S. Meister ein Orgelbuch zum damaligen Gesang- und Gebetbuch des Bistums Limburg. Die Ausgabe wurde 1892 durch ein neues Orgelbuch, dessen Sätze von Seminarlehrer Paul Schmetz in Montabaur und Musikdirektor Peter Piel, Seminaroberlehrer in Boppard, stammten, abgelöst …” (Bio-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XXIV (2005) Sp. 1095-1096. Autor : Bernhard Hemmerle)
95 EUR
M. Lehmann : Das Tyroler Annerl
Das Tyroler Annerl, oder Was eine Mutter leiden kann. Zwei Erzählungen aus dem Volksleben. – Der reiferen christlichen Jugend und dem Volke zur Belehrung und Unterhaltung dargeboten.
Augsburg und Leipzig, Lampart & Comp. 1857.
Klein-Oktav : 18 × 12 cm.
Kollation : [4] Bl. (einschl. Reihentit.), 99 (+1) S. – [3] Bl., 90 S., [1] Bl. (Verlagsanzeigen).
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.
Schlicht marmorierter Pappband der Zeit. – Rücken etw. bestoßen, Einband leicht schiefgelesen. Einige Bläter im angebundenen Teil gering wasserrandig, der “Hauptband” innen schön erhalten. – Beide Teile mit je einem hübschen, altkolorierten Stahlstich-Frontispiz.
Der Verfasser wird in der Titelei als “Lehrer an der Stadtschule zu Hechingen” und als Verf. der Erzählung “Ritter Gerold von Helfenstein” genannt.
Beigebunden : [Anonymus]: König Ludwig des Heiligen sechster Kreuzzug ins heilige Land oder die letzte Ölung. Eine Erzählung für die Jugend und das christliche Volk. Aus dem Französischen. – Kl.-Oktav. – Augsburg, Schlosser, 1851, 3 Bl., 128 S., mit 1 Stahlstichfrontispiz.
Verkauft
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