Johannes Schrott : Die Minnelieder Herrn Hildbold's von Schwangau, 1871 (auch Hiltpolt)

Johannes Schrott :

Die Minnelieder Herrn Hildbold’s von Schwangau / zum erstenmal übersetzt und mit begleitendem Texte herausgegeben von Johannes Schrott

Augsburg, Verlag der K. Kollmann’schen Buchhandlung, 1871

Oktav (21 × 15,5 cm)

Kollation : X, 85 (+1) Seiten
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.

Sehr reizvoller Historismuseinband mit Relief- und Goldprägung in sehr schöner Erhaltung. Innen nur gelegentlich ganz leicht altfleckig.

“Hiltbolt von Schwangau (auch: Hiltebolt von Swanegou, urkundlich bezeugt von 1221 bis 1254) war ein Minnesänger des 13. Jahrhunderts. Die genaue Datierung des Minnesängers Hiltbolt von Schwangau ist umstritten, da es mehrere Träger dieses Namens gab und somit urkundliche Belege von über 100 Jahren, von 1125 bis 1254, vorhanden sind. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es in der Familie von Schwangau üblich war, den Namen Hiltbolt an die Nachkommen weiterzugeben. Aufgrund des angenommenen Entstehungszeitraumes der Minnelieder werden dem Minnesänger Hiltbolt von Schwangau die urkundlichen Belege von 1221 bis 1254 zugeschrieben. Für die Zeit zwischen 1179 und 1221 existieren allerdings keinerlei urkundliche Belege, welche einen Hiltbolt erwähnen. Die Familie von Schwangau war ein Geschlecht von Ministerialen im Umkreis der Welfen und hatte ihren Sitz auf der Burg Hohenschwangau, unweit Füssen. Aus dem Leben des Minnesängers Hiltbolt ist jedoch nur wenig bekannt. Er wird mehrfach im Zusammenhang mit Graf Albrecht III von Tirol urkundlich erwähnt, somit ist eine Funktion an dessen Hofe anzunehmen. Ein Kreuzlied (XVII) macht seine Teilnahme am fünften Kreuzzug von 1217 bis 1221 wahrscheinlich, welcher ihn an Seiten des Grafen von Tirol in den Orient führte.” (Wikip. 22.1.2012)

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